Bitcoin ist ein ein innovatives Zahlungsmittel und eine neue Art von Geld.

Bitcoin setzt sich aus dem Wort „Bit“ – der kleinsten Maßeinheit für eine Datenmenge – und dem Wort „Coin“, was im Englischen „Münze“ bedeutet, zusammen. Es handelt sich also um eine digitale Münze, die ein eigenes, bereits anerkanntes Währungssystem darstellt. Also sprechen wir im Grunde von einer Alternative zu Euro oder einem US-Dollar.

 

Funktionen einer Währung.

Genau wie von Staaten und Notenbanken emittierte Währungen, erfüllt auch der Bitcoin (BTC) alle Funktionen, die Geld per Definition erfüllen muss: eine Tauschfunktion, eine Wertaufbewahrungsfunktion und eine Rechenfunktion. Währungen wie der Euro oder der US-Dollar unterliegen der zentralen Kontrolle einer Notenbank und von diesen Institutionen wird vor allem die Menge definiert, was in den letzten Jahren zu einer Inflation geführt hat.

 

Niemand kontrolliert den Bitcoin.

Jetzt kommt genau das, was den Bitcoin so besonders macht. Der Bitcoin wird von keiner zentralen Institution gesteuert. Staaten, Regierungen oder Banken haben keinen Einfluss auf den Bitcoin. Der Bitcoin wird von Nutzer zu Nutzer verwendet, ohne einem Vermittler dazwischen. Der Bitcoin ist also öffentlich, er gehört niemandem und wird wie gesagt von niemandem kontrolliert. Jeder kann teilhaben – was bedeutet, dass man kein Bankkonto dafür benötigt, sondern es genügt eine Bitcoin-Wallet (digitale Geldbörse) auf einem Smartphone oder PC.

 

Blockchain – die Technologie der Zukunft.

Ein entscheidendes Merkmal von Bitcoin und der dahinterliegenden Technologie Blockchain ist eben die dezentrale Struktur des Systems. Durch die Blockchain, die als digitales und dezentrales Transaktionsbuch fungiert, werden alle jemals getätigten Transaktionen aus dem Bitcoin-Netzwerk aufgezeigt. Die Blockchain hat noch viel mehr zu bieten – der Bitcoin ist das bekannteste Projekt, welches auf der Blockchain umgesetzt wurde.

 

Die Anonymität.

Ein weiterer, wichtiger Unterschied zu klassischen Währungen ist die Anonymität von Bitcoin. Wie schon angeführt, kann man Bitcoin weltweit verwenden und benötigt ausschließlich ein Smartphone oder PC. Namen werden für Überweisungen und Transaktionen nicht verwendet, die jeweiligen Adressen bestehen ausschließlich aus Zahlen und Buchstaben.

 

Der Beginn von Bitcoin.

Das Bitcoin-Whitepaper wurde am 31. Oktober 2008 von Satoshi Nakamoto, dem Pseudonym für den Erfinder von Bitcoin , erstmals durch das kryptografische Mailingsystem metzdowd.com veröffentlicht. In diesem Whitepaper wurde Bitcoin erstmals offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt und beschrieben, was Bitcoin ist. Wer hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto steckt, ist bis heute unklar. Keiner weiß, ob es sich dabei um eine Person handelt, mehrere Personen oder gar ein Unternehmen.

 

Die erste Transaktion.

Die erste Transaktion erfolgte am 22.05.2010. Zwei Pizzen um 25 US-Dollar wurden gegen 10.000 Bitcoin getauscht und somit wurde auch der erste Wert festgelegt, nämlich 0,0025 US-Dollar für einen Bitcoin. Damit erklärt sich auch wie sich der Wert eines Bitcoin definiert – nämlich nach Angebot und Nachfrage. Eine Erfolgsgeschichte nahm seither seinen Lauf und sie scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein. Stand der Bitcoin-Kurs im Januar 2016 noch bei 320 US-Dollar, so ist er bis Ende 2017 auf ca. 16.000 US-Dollar gestiegen.

 

Aber wie funktioniert der Bitcoin jetzt wirklich.

Im besagten Whitepaper von Satoshi Nakamoto wurden einige Parameter festgelegt, die als unveränderbare Grundlage dienen. Bitcoins werden alle 10 Minuten von sogenannten Minern geschürft. Waren es Anfangs noch 50 Bitcoin alle 10 Minuten wurde die Menge im Jahr 2012 auf 25 Bitcoin alle 10 Minuten halbiert, bis im Juli 2016 wieder eine Halbierung auf 12,5 Bitcoin erfolgte. Dieser Vorgang erfolgt ca. alle 4 Jahre, bis der letzte Bitcoin geschürft wird. Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben – der letzte wird also im Jahr 2140 angeschürft.

 

Die Miner erledigen die Arbeit.

Die sogenannten Miner verfügen über entsprechende Rechenleistung um sämtliche Bitcoin-Transaktionen zusammenzufassen, zu validieren und als Blöcke zur Blockchain hinzuzufügen. Das sorgt dafür, dass jede Transaktion überhaupt bestätigt werden kann. Für Miner ist das natürlich auch ein lukratives Geschäft, da sie in weiterer Folge mit Bitcoin entlohnt werden. Wie oben bereits beschrieben werden diese Bitcoin alle 10 Minuten auf die Miner aufgeteilt.

 

Die Investitionen in die Technologie.

Seit 2012 sind zahlreiche Investoren und Unternehmen auf den Bitcoin und im speziellen auch auf die Blockchain aufmerksam geworden. Fast 1,4 Milliarden US-Dollar wurden in den letzten 4 Jahren in diese Technologie investiert. Unter den Investoren findet man Namen wie Tim Draper, Richard Branson, Bill Gates, Marc Andressen, Jerry Yang. Im letzten Jahr waren aber auch zahlreiche Banken in diverse Investitionen involviert. Der Bitcoin ist zwar noch nicht Mainstream, aber diese Investitionen zeigen, wohin der Weg führen wird. HIER findet man eine Auflistung sämtlicher Investoren.